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Neuwagen-Spritverbrauch: Effizienz kein Kaufkriterium

Die Effizienzklassen-Kennzeichnung soll Autokäufern eine schnelle Einschätzung der Umwelteigenschaften eines Fahrzeugs erlauben. Besonders wichtig wird sie aber offenbar nicht genommen.

Autokäufer achten eher wenig auf Effizienz. (Foto: Dena)

Autokäufer achten eher wenig auf Effizienz. (Foto: Dena)

Die Effizienzklassen-Kennzeichnung soll Autokäufern eine schnelle Einschätzung der Umwelteigenschaften eines Fahrzeugs erlauben. Besonders wichtig wird sie aber offenbar nicht genommen.

Der Anteil besonders effizienter Fahrzeuge an den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland bleibt relativ gering. 2019 gehörten laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nur 63,6 Prozent aller neuen Autos einer der drei „grünen“ Effizienzklassen A+, A und B an. Insgesamt entspricht das rund 2,3 Millionen Fahrzeugen.
In den Jahren 2016 und 2017 lag die Quote „grüner“ Pkw noch bei mehr als 70 Prozent, fiel schon damals jedoch bereits tendenziell ab. Die Zahlen sind mit denen für 2019 allerdings nur bedingt vergleichbar, da die zugrunde liegenden Verbrauchswerte seit September 2018 nach einem neuen, strengeren Verfahren (WLTP) ermittelt werden. In der Folge änderten sich die Effizienzklassen-Einteilungen einzelner Modelle häufig zum Negativen. Zu den Gründen für die aktuelle Entwicklung dürften aber auch der Trend zu immer größeren und stärkeren Fahrzeugen, speziell SUV, sowie die Abkehr vom CO2-effizienten Dieselmotor im Zuge des Abgasskandals zählen.

Die Effizienzklasse eines Autos hängt vom CO2-Ausstoß beziehungsweise dem damit korrespondierenden Normverbrauch sowie dem Gewicht eines Autos ab. Ähnlich wie bei Kühlschränken und Spülmaschinen soll die Einteilung dem Verbraucher eine schnelle Einschätzung von Effizienz und Umweltverträglichkeit eines Pkw-Modells ermöglichen. (SP-X)